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Quelle: Ev. Kirche Wehr

Gemeindeversammlung 10.6.2018 in Öflingen

Liegenschaftsprojekt und Haushalt

Was bedeutet das Liegenschaftsprojekt der Landeskirche für unsere Kirchengemeinde?
Das war das Hauptthema der Gemeindeversammlung in Öflingen im Gemeindesaal. Karl-Wilhelm Frommeyer erläuterte Zielsetzung und Vorgehensweise in diesem Projekt:
Die Landessynode hat im Jahr 2014, also bereits vor 4 Jahren, entschieden, dass zu große und z.T. veraltete Gemeinderäume viele Kirchengemeinden vor erhebliche finanzielle Probleme stellen und dass deshalb die Gemeinderaumflächen um 30% in der Badischen Landeskirche reduziert werden sollen. Die Umsetzung wurden den Kirchenbezirken übertragen. Dazu wurde eine Maßzahl entwickelt, die allein von der Anzahl der jeweiligen Gemeindemitglieder abhängt. Gemäß dieser Maßzahl haben wir in Wehr und Öflingen etwa 31% Gemeinderaumfläche zu viel.
Wie aber damit umgehen?
Quelle: Ev. Kirche Wehr
Lutz Jacobi erläutert die Varianten
Der Kirchengemeinderat hat dazu eine Steuerungsgruppe eingesetzt, die insgesamt 7 Varianten entwickelt hat. Auch die, die zumindest derzeit nicht umsetzbar sind, wurden von Lutz Jacobi vorgestellt. Steuerungsgruppe und Kirchengemeinderat (KGR) empfehlen,
  • zunächst so wenig wie möglich verändern,
  • das Untergeschoß in der Christuskirche in Öflingen, das nur sehr selten genutzt wird, aus dem Plan der geförderten Gemeinderaumflächen herauszunehmen und
  • eine Vermietung an Dritte vorzunehmen, wenn sie auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll ist,
und fragen
  • nach ehrenamtlicher Unterstützung der Gebäudebewirtschaftung.
Insgesamt waren etwa 35 Personen erschienen, acht davon aus Öflingen. Alle zeigten Verständnis für die Situation, betonten aber, dass für den Kindergottesdienst, der alle sechs Monate im Evangelischen Gemeindesaal in Öflingen stattfindet, eine Lösung gefunden werden muss. Die Frage nach erhöhter ehrenamtlicher Mitarbeit blieb unbeantwortet.
Quelle: Ev. Kirche Wehr
Dekanin Christiane Vogel vertritt die Leitung des Kirchenbezirks
Dekanin Christiane Vogel
wies daraufhin, dass die Gemeindeplanung sich auf den tatsächlichen Bedarf fokussieren muss. Für die Leitung des Kirchenbezirks vertrat sie die Position, dass in Öflingen weiterhin eine Kirche und auch ein Gemeinderaum behalten werden soll, die Kirche auch weiterhin als "A"-Kirche eingestuft bleiben soll. Maßnahmen zur Benutzbarkeit des Gemeinderaums in Erdgeschoss (Wasser, Toiletten, flexible Raumnutzung) würden voll unterstützt. Sie dankte dem KGR für die engagierte und konstruktive Mitarbeit im Projekt.
Haushalt
Lutz Jacobi erläuterte die Grundzüge der Haushaltsplanung für die Jahre 2018 und 2019. Von den jeweils ca. 140.000 Euro Einnahmen verbleiben nach Abzug von zwingend erforderlichen Ausgaben noch ca. 5000 €, über die der KGR entscheiden kann, wenn nicht z.B. unaufschiebbare Reparaturen erforderlich werden.
Die Reduzierung der förderfähigen Gemeinderaumfläche würde den auch den Aufwand für vorgeschriebene Rückstellungen vermindern, Mieteinnahmen könnten die Einnahme-Seite verbessern, so dass mehr Geld für inhaltliche Gemeindearbeit eingesetzt werden kann, so Jacobi.
Aussprache und Diskussion
Folgende Punkte wurden angesprochen:
  • Die Winterkirche in heutigem Zustand kann nicht als Raum für Gemeindearbeit genutzt werden (Toiletten, Wasser).
  • In den nächsten fünf Jahren alles so lassen wie es sich, sei die beste und günstigste Variante.
  • Das Foyer vom TSAM (Haus der Diakonie) oder der Schule für den Kigo nutzen.
Zum Abschluss betonte Lutz Jacobi, dass keine Veränderungen umgesetzt würden, ohne die entsprechenden Pläne vorher mit der Gemeinde zu diskutieren.
Der Rechenschaftsbericht des KGR, der sonst Bestandteil der Gemeindeversammlung ist, soll schriftlich im nächsten Gemeindebrief nachgeholt werden.