Apéro Spirit Gottesdienst Geerdet glauben
"Gehen Sie in Kontakt mit dem Apfel in Ihrer Hand", so lautete die Hinführung zum Thema zu Beginn der Predigt von Pfarrer Dr. Detlef Lienau beim Apéro Spirit Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Bad Säckingen am 1. März.
Pfarrer Hans-Georg Ulrichs hatte Detlef Lienau zum Apéro Spirit Gottesdienst eingeladen, weil er kürzlich ein Buch mit dem Titel "Geerdet glauben" veröffentlicht hat. Er sei bekannt für die Pilgerreisen, die er seit 20 Jahren in jedem Jahr anbietet.
Dass das schwierig ist, eine Beziehung zu einem Apfel aufzubauen, gab der Gast sofort zu. Und als er fragte, wer seine Eindrücke beim Kontakt mit dem Apfel beschreiben wollte, meldete sich niemand. Dafür hatte Lienau volles Verständnis.
Eine Beziehung geht man zu anderen Menschen ein, vielleicht noch zu einem Haustier. Aber es heißt auch im Psalm 19 "Die Himmel erzählen von Gottes Herrlichkeit". Und im Gebet des Franz von Assisi, dem "Sonnengesang", wird von Bruder Sonne und Schwester Mond gesprochen. Franz von Assisi hatte einen besonderen Zugang zur Natur, er erlebte Beziehungen, ein Beziehungsnetz zur gesamten Natur.
Natur als Subjekt wahrnehmen, nicht nur als Ressource
Laut Detlef Lienau führt es weiter, die Natur nicht nur als Objekte wahrzunehmen, die wir nutzen können. Mit dem Ansatz, dass die Natur zur Schöpfungsgemeinschaft gehört wie wir selbst, kommt es zu einer neuen Haltung. Dazu helfen die Schritte: Zuhören, Wahrnehmen und in Beziehung treten, sich der Erfahrung der Schöpfungsgemeinschaft nähern.
Fragen zum Umgang mit der Umwelt ganz umfassend sind dann nicht mehr Gebote oder Verbote, wenn man eine Beziehung aufgebaut hat, vielleicht sogar mit Liebe. Denn was wir lieben, schützen wir aus eigenen Antrieb. Es sei aber unvermeidbar, dass wir immer auf Kosten anderer leben. Wenn man schon Schaden anrichtet, dann möglichst wenig und an einen Ausgleich denken. Beispiel: Wenn man einen Apfel verzehrt, kann man die Kerne herauslösen und einpflanzen und damit die Aufgabe des Apfels, die Vermehrung von Apfelbäumen, unterstützen.
Der Einladung zum Apéro im Gemeindehaus wurde gern gefolgt, es gab einen intensiven Austausch bei Snacks und Getränken.






