Karlsruhe, (09.12.2025). Am 1. Advent (30. November) fanden in der Evangelischen Landeskirche in Baden Kirchenwahlen statt.
Start in die neue Amtszeit – Kirchenwahlen am 1. Advent

„Unsere Kirche lebt von den vielen Menschen, die im Ältestenamt Leitungsverantwortung übernehmen. Die Kirchenwahl ist gelebte Demokratie in unserer Kirche“, so Landesbischöfin Heike Springhart. „Ich danke von Herzen allen, die sich mit Herzblut und Leidenschaft für die nächsten Jahre als Kirchenälteste zur Verfügung stellen. Und ich danke allen bisherigen Kirchenältesten, die in den vergangenen sechs Amtsjahren mit ihrer Kraft, ihrer Zeit und ihrem Herzblut gemeinsam mit den Pfarrpersonen ihre Gemeinden geleitet haben. Ohne sie wäre kirchliche Arbeit in dieser vielfältigen Form nicht möglich.“
Nachdem nun fast alle Wahlbezirke ihre Daten erfasst haben, lassen sich folgende Zahlen abschließend zusammenfassen: In 524 Wahlbezirken standen Wahlen an. In drei davon konnte aufgrund zu weniger Kandidaten nicht gewählt werden. Ausgenommen von der Kirchenwahl war außerdem der Kirchenbezirk Pforzheim, der wegen aktueller Umstrukturierungen erst am 1. Advent 2026 neue Kirchenälteste wählen wird.
Insgesamt gab es in 164 Wahlbezirken weniger Kandidierende als Sitze, dafür aber auch in 48 Wahlbezirken mehr. Von den 3132 Sitzen, die in ganz Baden zu besetzen waren, wurden im Zuge der Wahl nun 2866 besetzt.
Das Durchschnittsalter der frisch gewählten Kirchenältesten liegt bei 54 Jahren. 40 Gewählte sind unter 18 Jahre alt. 59 Prozent der Kirchenältesten sind Frauen. Insgesamt liegt der Anteil an neu ins Amt gewählten Personen bei 34 Prozent.
Von den rund 830.000 wahlberechtigten Kirchenmitgliedern haben in den bisher ausgewerteten Wahlbezirken etwa sieben Prozent ihre Stimme abgegeben. Auch etwa 3.000 Erstwählerinnen und Erstwähler sind am 1. Advent zur Wahl gegangen.
Insgesamt spiegeln sich die Umstrukturierungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre auch in den Zahlen der Kirchenwahlen wider: 2019 gab es noch 997.000 Wahlberechtigte und 4123 gewählte Kirchenälteste, aber auch 165 Wahlbezirke mehr als heute.
„Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Kirchengemeinden, die mit viel Engagement beim Durchführen der Wahlversammlungen die Kirchenwahlen erst ermöglicht haben“, so Bernd Lange, Leiter des Wahlbüros im Evangelischen Oberkirchenrat. „Ich freue mich, dass es ihnen gelungen ist, zahlreiche Ehrenamtliche dafür zu motivieren, in ihrer Gemeinde aktiv und verantwortlich mitzuarbeiten, so dass die neuen Ältestenkreise erfolgreich ins Amt gewählt werden konnten.“



