Klausur des Bezirkskirchenrates 2025
17. bis 19. Januar 2025 im Kloster Hegne
Die Klausur-Tagung umfasste vier Teile:
- Sitzung des Bezirkskirchenrats
- Erfahrungsaustausch mit dem Dekan des Kirchenbezirks Konstanz zur Suche nach theologischen Mitarbeitern und Sitzungskultur
- Kommunikationsplattform für Kirchengemeinden sowie Kommunikation im Kirchenbezirk
- Abschlussgottesdienst.
Sitzung des Bezirkskirchenrats
Der Haushaltsentwurf für die Jahre 2024/2025 wurde beraten und wird der Sondersynode am 7.2. zugeleitet.
Die Ausschreibungen für die Diakonenstelle in Bad Säckingen und die Pfarrstelle in Murg-Rickenbach-Herrischried wurden besprochen und mit kleinen Änderungen für gut befunden. Sie werden kurzfristig an den Evangelischen Oberkirchenrat (EOK) in Karlsruhe weitergeleitet.
Für den Sanierungsgesamtplan für kirchliche Gebäude (Kirchen und Gemeindehäuser) wurde der "erste Konvoi" festgelegt. Diese Sanierungen sollen in den Jahren 2025 bis 2028 im Kirchenbezirk Hochrhein vorgenommen werden:
- Kirche in Bonndorf (komplettes Ensemble)
- Bonnhoeffer-Haus in Kadelburg
- Kirche in Jestetten
- Kirche in Bad Säckingen, das Gemeindehaus soll im nächsten Konvoi saniert werden, das ist noch mit dem Referat in Karlsruhe zu diskutieren.
Über die Anträge der Kirchengemeinde Wutachtal zur Zuordnung zu einem Kooperationsraum informierte Dekan Wagenbach. Über Möglichkeiten und Auswirkungen wurde intensiv diskutiert. Die Gemeinde Wutachtal scheidet aus dem Kooperationsraum mit Tiengen und Lauchringen aus. Sie wird statt dessen dem Kooperationsraum mit Todtmoos, St. Blasien, Höchenschwand-Häusern und Bonndorf zugeordnet.
In den Schutzkonzepten der Kirchengemeinden im Kirchenbezirk sollen als überörtliche Ansprechpersonen Frau Dr. Sabine Jacobi und Diakon Jürgen Bendig benannt werden.
Erfahrungsaustausch mit dem Kirchenbezirk Konstanz
Dekan Markus Weimer berichtete über den Diskussionsstand zur Transformation und Weiterentwicklung. Es ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft weniger Pfarrpersonen und andere beruflich Tätige in den Kirchengemeinden zur Verfügung sehen werden. Als Reaktion darauf sollen verschiedenen Prinzipien beachtet werden:
Das Profil einer Gemeinde herausarbeiten und sich darauf konzentrieren. Unterschiedliche Profile sollen nicht angeglichen, sondern bewahrt werden. Als Stichwort nannte Weimer dazu "Regio-Lokaliät". Damit sind sowohl die Zusammenarbeit in der Region als auch der lokale Bezug gemeint. Um einen lokalen Bezug zu erreichen, müssten auch Menschen als lokale Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Deshalb hat die Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen einen hohen Stellenwert. Als Beispiel dafür wurde sowohl die Qualifizierung zu Prädikanten als auch zu Gemeindemanagern mit einer berufsbegleitenden Hochschulausbildung genannt.
Im zweiten Teil seines Vortrags sprach Weimer zu "Die schönste Sitzung im Monat". Dabei stellte er die "Teamkultur", besonders beim Kirchengemeinderat in den Vordergrund. Die Teamkultur müsse von Dienen, Beteiligung und Ermöglichung geprägt sein. Für ein Gremium sei das erhaltend und stärkend, aber auch heikel und anstrengend. Anhand von Beispielen aus der eigenen Erfahrung berichtete er von Entwicklungen, die sehr positiv verliefen, zumindest für etliche Jahre, und Situationen, in denen es zuerst nicht geklappt hat. Er zog daraus die Konsequenz, dass Teams unterschiedlich zusammengesetzt sind, unterschiedliche Erfahrungen mitbringen, so dass eine Übertragung "nach gleichem Rezept" nicht möglich sei. Entscheidend sei immer, dass sich im Team Vertrauen entwickeln müsse. Gemeinsames Essen können das sehr unterstützen. Zum guten Zusammenwirken gehörten aber auch immer Herausforderungen und bei Bedarf Unterstützung. So könne sich ein Wohlfühlen einstellen.
Kommunikationsplattform für unsere Kirchengemeinden
Karl-Wilhelm Frommeyer erläuterte die entsprechende Strategie der Landeskirche und Erfahrungen damit. Die Plattform LUKAS, die die Landeskirche auch finanziert und den Gemeinden und Bezirken kostenlos (in der Grundausstattung) zur Verfügung stellt, wurde in den letzten Jahren intensiv weiterentwickelt. Das Design und die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten überzeugten. Die Weitergabe von Terminen oder aktuellen Informationen mit wenigen Klicks, ohne Abschreiben, nutzt Frommeyer gerne, besonders in Kooperation mit den Kirchengemeinden Waldshut und Bad Säckingen.
Seit dem Herbst 2024 ist auch eine automatische Schnittstelle zur App Churchpool verfügbar. Damit können Informationen und Termine, z.B. von Gottesdiensten oder anderen Gemeindeveranstaltungen, einfach auf dem Smartpfone gelesen werden. auf neue Nachrichten wird auf Wunsch auch akustisch aufmerksam gemacht. Für die Menschen, die weitgehen ohne PC oder Laptop auskommen, ist das die ideale Lösung. Die App Churchpool ist optisch ansprechend und sehr einfach zu bedienen. Sie ist für die Anwender kostenlos und in der Grundfunktion ebenfalls. Mit der Vollversion sind u.a. ein Chatten zwischen Gemeindegliedern ohne den Aufbau eines Kommunikatipnsprofils (für Werbung u.a.) möglich. Im Gegensatz zu kommerziellen kostenlosen Messengern ist Churchpool datenschutzrechtlich unbedenklich.
Kommunikation innerhalb der Gemeinde, im Kooperationsraum und in unserem Bezirk können so mit vertretbarem Aufwand unterstützt werden.
Der Bezirkskirchenrat begrüßte die Lösung, sie soll bald im Pfarrkonvent vorgestellt werden.
Austausch zu aktuellen Themen
Der Rest des Nachmittags und der Abend wurde zu Austausch zu anstehenden Themen genutzt. Positionen erläutern, zuhören, aufeinander reagieren haben ihren eigenen Wert.
Am Sonntag wurde mit Bezug auf die Themen er Klausur Gottesdienst gefeiert.



