Indienhilfsprojekt, Kuhprojekt
zur finanziellen Absicherung des Indien-Hilfsprojekts
Indienhilfsprojekt
Seit dem Jahr 1995 gibt es die Indienhilfe, auch Indienhilfsprojekt genannt, in der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Wehr und Öflingen.
Sie ist neben dem Haus der Diakonie für 82 behinderte BewohnerInnen vor Ort gewiss das diakonische Herzstück unserer Gemeinde mit Ausrichtung der Hilfe für Not leidende Mitmenschen in der Ferne, für die Dalits (Unberührbaren) in Indien. Sie ist nach der großen Ära des "Öflinger Modells" von Kunst und Kirche und Kunst und Diakonie des ersten Pfarrers dieser Gemeinde Paul Gräb quasi ein neues Aushängeschild, ein Markenzeichen unserer Gemeinde.
Es ist zugleich ein wunderbares Beispiel von kirchlicher Entwicklungshilfe an einem kleinen überschaubaren Projekt mit beispielhafter Vernetzung der Hilfen und Mitarbeiter vor Ort in Anand im indischen Bunderstaat Gujarat und in einer Kirchengemeinde hier in Deutschland. Die Gelder dienen zur Unterstützung der Arbeit der regierungsunabhängigen Hilfsorganisation CDS.
In Anand unter der Leitung von Manoj Macwan und seiner Familie werden die in Deutschland gesammelten Mittel eingesetzt. Sie werden hauptsächlich durch verschiedene Aktionen der Familie Eckert aus unserer Gemeinde und durch eine hohe Spendenbereitschaft aus der ganzen Region erwirtschaftet bzw. gesammelt.
Um das Projekt abzusichern, wurde im Jahr 2020 die Umsetzung des Kuhprojekts begonnen, siehe unten.
Lokale Kooperationen ergänzen die Initiativen von CDS.
Kontaktpersonen: Heiko Trefzger und Dagmar Eckert, Tel.: 07761/50093, Email: eckert@einfachhelfen.de
Weitere Informationen erhalten Sie auf der separaten Homepage des Indienprojekts: www.einfachhelfen.jimdo.com
Weitere Informationen erhalten Sie auf der separaten Homepage des Indienprojekts: www.einfachhelfen.jimdo.com
Kuhprojekt, Umfang der Milchwirtschaft vollständig erreicht
Bericht von Dr. Alka Macwan August 2021
Seit August 2021 – also nach nur einem Jahr des Aufbaus – hat das Kuhprojekt seinen vollständigen Umfang erreicht. Verantwortlich für die Initiative und die Durchführung ist CDS, Community Development Society, in Anand, Indien. Finanziert ist das Projekt von der Evangelischen Kirchengemeinde Wehr und Öflingen.
Bis Juni 2021 waren 20 Kühe im Stall, alle gaben Milch. Man konnte den angestrebten Erfolg durch die Erlöse durch den Milchverkauf täglich erkennen. Deshalb wurden im Juli 2021 20 weitere Kühe gekauft. Zehn von ihnen gaben bereits Milch, zehn weitere waren trächtig. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Kühe auf 40. Ohne die Unterstützung durch die Genossenschaft AMUL wäre dieser Fortschritt nicht denkbar, sie unterstützen durch ihre Organisation und ihr Knowhow.
Aus unserer Sicht wurden unter anderem folgende Ergebnisse und Verbesserungen erreicht:
- Der Milchverkauf führt zu Erlösen, die zunächst zur Deckung der Kosten der Milchwirtschaft und in Zukunft zur Unterstützung der Bildungsarbeit von CDS genutzt werden können. Täglich werden 180 Liter Milch gemolken. Zur genauen Verfolgbarkeit der Erlöse wurde ein separates Bankkonto eingerichtet.
- Zur Zeit erhalten neun Personen ein Gehalt für ihre Arbeit. Sie wurden zu Fachkräften in der Milchwirtschaft. Ihre Kenntnisse stammen von Schulungen durch AMUL und ihre Praxis in der Haltung der Kühe. Ihre ganze Familie lebt von dem Gehalt, dass sie von uns erhalten. So tragen wir zur finanziellen Unabhängigkeit der dörflichen Familien bei.
- Von örtlichen Bauern wird frisches Gras, Weizenkleie und Heuballen zu einem fairen Preis. Damit wird die örtliche Landwirtschaft gefördert.
- Mit fachlicher Unterstützung von AMUL konnten wir örtliche Bauern informieren, wie sie eine kleine Milchwirtschaft aufbauen können. Wir laden weiterhin örtliche Bauern uns zu besuchen, damit sie beobachten, mitmachen und lernen können, wenn Fachkräfte und Tierärzte unseren Milchhof besuchen.
- Studenten der Instituts für Sozialarbeit in Anand sind bei uns als Praktikanten tätig, damit sie das Management einer solchen spendenfinanzierten Einrichtung kennen lernen und ein solches Projekt für gesellschaftliche Entwicklung.
- Täglich machen wir neue Erfahrungen und neue Ideen entwickeln sich zur Haltung der Kühe mit Unterstützung von AMUL.
Wir sind dem Kirchengemeinderat in Wehr und den großzügigen Spendern für dieses Projekt sehr dankbar.
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