Abschluss Besuch aus Anand, Indien

Vortrag Familie Trefzger und weitere Infos

Am 19. Juni hielt das Ehepaar Marion und Heiko Trefzger und ihre Töchter einen Vortrag mit vielen Fotos in der Friedenskirche in Wehr über ihren Besuch in Anand vor einem halben Jahr über den Jahreswechsel 2022 / 2023.
Alle vier Familienmitglieder wechselten sich in ihrer Berichterstattung a, so dass es abwechslungsreich und bunt wurde.

Einige wirklich besondere Erfahrungen wurden berichtet:
Direkt bei der Fahrt zur Wohnung der Familie Macwan und auch später bei den zahlreichen Fahrten in Anand fielen ihnen die vielen Hinweise auf CDS auf. Ihr Kommentar: Manoj Macwan ist ein ausgezeichneter Kommunikator.
Überall wurden sie außerordentlich empfangen: in den Flory-Kindergärten, auf der Ganga-Milchfarm, an verschiedenen Orten in Anand, an denen CDS tätig ist. Besonders fiel Ihnen aus, dass Manoj Macwan bei den Besuchen vor Ort in den Slums sofort von einer Menschentraube umringt wird, viele haben die Kindergärten bei CDS durchlaufen und verbinden damit sehr gute Erinnerungen, Wertschätzung und die Erinnerung an eine familiäre Atmosphäre.
Es war angekündigt und viele freuten sich darauf, Tanzvorführungen der Damen aus Indien in der Friedenskirche, s. Fotos unten. Die Hingabe, mit der der Tanz "Weg zu Jesus" getanzt wurde, war beeindruckend.
Vorher und nachher gab es Gelegenheit zu Gesprächen bei indischem Tee, sie wollten kein Ende nehmen.
Information zum Stand des Kuhprojekts am folgenden Dienstag
Um Informationen aus erster Hand über den Stand des Kuhprojekts zu erhalten,  war Manoj Macwan zusammen mit Werner und Florian Eckert im Pfarramt eingeladen zu berichten.
Der operative Betrieb ist im 3. Projektjahr finanziell fast ausgeglichen, aber noch nicht gewinnbringend. Eine Schwankungsreserve von einigen 1000 Euro besteht noch, soll aber möglichst nicht angetastet werden.
Der wesentliche Unterschied zum Business-Plan besteht darin, dass statt vier Personen nun neuen Personen angestellt sind, die auch für den Betrieb benötigt werden.
Allerdings gibt es auch inzwischen statt geplanter 28 Kühe bereits 55 Kühe, davon 15 weibliche Kälber. Der Platz ist ausreichend, zusätzliches Personal wird nicht benötigt. Da die finanziellen Mittel für die Kosten in der Projektphase für den kauf zusätzlicher Kühe verwendet wurden, ist das Ergebnis nicht erstaunlich. Zur Zeit geben nur 20 Kühe Milch, so dass sich die Erlöse für den Verkauf der Milch bald spürbar erhöhen sollen und die Profitabilität dann gegeben sein soll.
Eine Fotovoltaikanlage soll installiert werden, die überwiegend durch eine erhebliche Spende des Rotaty-Clubs Bad Säckingen-Waldshut finanziert werden soll. Dadurch sollen sich die Kosten für Strom deutlich verringern.  
Resüme:
  1. Der operative Betrieb der Milchwirtschaft trägt sich.
  2. Die Knowhow-Vermittlung von der Genossenschaft AMUL an die Mitarbeiter hat gute Ergebnisse gebracht, die Gesundheit der Kühe ist stabil. Einzelne Verluste hat die Versicherung ausgeglichen.
  3. Neun Bewohner aus dem Slum in Anand haben nun ein verlässliches Familieneinkommen.
  4. Die Gebäude werden nicht nur für den operativen Betrieb, sondern auch für Fortbildungsveranstaltungen und Feiern genutzt, momentan auch als Unterkunft für Menschen, die durch eine Unwetterkatastrophe obdachlos geworden sind. CDS versorgt sie auch mit Wasser und Essen.
  5. Die gute Zusammenarbeit mit AMUL und die Fortbildungen für Kleinbauern aus der Umgebung führen zu einer Vorzugsbehandlung bei CDS.
  6. Im Sommer wird eine Sonderausschüttung von der Genossenschaft erwartet. Da bald mehr Kühe nach ihrer Trächtigkeit Milch geben werden, werden sich die Erlöse aus dem Milchverkauf deutlich steigern. Die Kälber können im kommenden Jahr verkauft oder zur Vergrößerung der Milchproduktion behalten werden, der Platz und die Infrastruktur reichen aus.
 
Manoj Macwan wurde sehr herzlich für sein Engagement und sein hervorragendes Management gedankt.
  
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